Im Winter 2019 haben wir begonnen die alten Streuobstwiesen, die leider in einem sehr schlechten Zustand waren, nach und nach mit alten schützenswerten und regionalen Obstsorten neu zu beleben. Zusätzlich haben wir etwas mehr als 10.000 qm Steuobstwiese ganz neu angelegt und die Ränder der Obstwiesen nach und nach mit Wildsträuchern bepflanzt.
Wir haben uns absichtlich für alte und regionale Sorten entschieden um zum einen die Flächen möglichst vielfältig zu bepflanzen und dadurch eine höhere Biodiversität zu erzeugen und zum anderen alten Obstsorten, die den Richtlinien modernen Obstbaus nicht entsprechen, weil sie z.B. alternieren, eine Möglichkeit zu geben zu überleben.
Dabei haben wir zum einen Sorten so ausgewählt, dass sie möglichst gut zum gewählten Standort passen und zum anderen Sorten ausgewählt, die nur noch selten anzutreffen sind. Unter anderem haben wir Nienburg Süßrenette, Boikenapfel, Gewürzluiken, Bittenfelder Sämling, weißen Winterlockenapfel und Konstantinopler Quitte neben vielen anderen Birnen-, Kirschen-, Pflaumen-, und Apfelsorten gesetzt. Hier geht es uns einmal um den einzigartigen Geschmack, den mache alten Sorten, wie z.B. der Zitronenapfel, oder der Tulpenapfel haben, weiterhin wollen wir aber auch gern die genetische Vielfalt im Ostbau zumindest ein klein wenig erhalten und vielleicht für spätere Generationen bewahren, denn von den mehr als 1000 Obstsorten, die einst in Deutschland nachweislich angebaut wurden, gibt es nur noch einen Bruchteil und dass ist in vielerlei Hinsicht nicht gut! Wer gern etwas tiefer in dieses Thema einsteigen möchte, dem sei ein Artikel des BUND empfohlen. LINK



Die Ränder unserer Wiesen sind mit Wildbeerenhecken gesäumt, die mit Benjeshecken unterlegt sind. Auch hier haben neben der Essbarkeit auf alte und seltene Sorten gesetzt und diese mit biologisch wertvollen Wildhecken ergänzt. Hier haben wir uns für Kornelkirsche, Holunder, Weißdorn und Schwarzdorn und Ölweiden entschieden und diese mit Salweiden Sauerkirschen und Mirabellen aufgefüllt und ab und zu blühende Büsche eingestreut um Insekten zu fördern, wie Zaubernuss und Pfeifenstrauch.

Wer mehr zum spannenden und interessanten Thema Streuobst und Streuobstwiese erfahren möchte dem sei die Seite des NABU empfohlen!
https://niedersachsen.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/streuobst/index.html